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Soaring Index

Der Soaring- Index ist als Hilfmittel für Segelflieger, Drachenflieger usw. gedacht, da er einen Anhaltspunkt für die Thermikgüte einer Wettersituation liefert. Er kann auch für eine Abschätzung der Labilität im Zuge einer Gewittervorhersage genutzt werden.
Er ist definiert als:
S = T850 - T500 + TP500 - Spread700

mit
S: Soaring- Index
T850: Temperatur in Grad Celsius auf der Höhe der Druckfläche 850 hPa
T500: Temperatur in Grad Celsius auf der Höhe der Druckfläche 500 hPa
TP500: Taupunkt in Grad Celsius auf der Höhe der Druckfläche 500 hPa
Spread700: Taupunktsdifferenz in Grad Celsius auf der Höhe der Druckfläche 700 hPa

Aufgrund der winterlichen Auskühlungsprozesse am Erdboden und der dadurch bewirkten Stabilisierung der Grenzschicht tritt in den Wintermonaten keine für den Segelflieger nutzbare Thermik auf; in diesen Monaten versagt auch der Soaring- Index.

Aus dem Soaring- Index (="S") ergeben sich folgende Aussagen:
Größe von S: Aussagekraft: mittleres meteorologisches Steigen:
S kleiner als -10 kaum nutzbare Thermik kleiner als 1 m/s
größer -10, kleiner 5 Blauthermik oder 1 Achtel Cu, auch geringe Cu unter Abdeckung 1,5 bis 3,5 m/s
größer 5, kleiner 10 zunehmende Konvektion (meist 1 bis 3 Achtel Cu) 2,5 bis 3,5 m/s
größer 10, kleiner 15 wie oben, doch bereits mit einzelnen stärkeren Quellungen durchsetzt wie oben, doch örtlich bis 4 m/s
größer 15, kleiner 20 stärker werdende Konvektionen mit örtlichen Schauern und 20 %
Gewitterwahrscheinlichkeit
bis 4,5 m/s
größer 20, kleiner 25 20 % bis 40 % Gewitterwahrscheinlichkeit,
stark beeinträchtigende Überentwicklungen
mehr als 4 m/s
größer 25, kleiner 30 40 % bis 60 % Gewitterwahrscheinlichkeit,
generell Überentwicklungen
örtlich bis 6 m/s
größer 30, kleiner 35 60 % bis 80 % Gewitterwahrscheinlichkeit,
generell Überentwicklungen
örtlich bis 6 m/s
größer 35 Gewitterwahrscheinlichkeit größer 80%,
generell Überentwicklungen
örtlich bis 6 m/s

aus: Manfred Kreipl, "Wolken, Wind und Wellenflug" 1979

Hinweis:
Der OSTIV (Scientific Section and Meteorological Panel) schreibt dazu im Resümeeprotokoll seines Workshops 2003: "Im Internet findet man auf http://www.wetter3.de eine grafische Darstellung des 'Soaring-Index'. [...] Die Erfahrungen unserer Gruppe über die Aussagekraft: Fronten und Luftmassengrenzen lassen sich gut erkennen; die quantitativen Angaben lassen keine Aussage über die Thermikqualität zu. So gesehen ist der Begriff 'Soaring-Index' etwas irreführend und weckt für die Piloten möglicherweise zu hohe Erwartungen." (Quelle: http://www.pa.op.dlr.de/ostiv/Activities/oberp2003d.htm)


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